Unbeliebte Meinung:
Ich finde Menschen die Haustiere halten ein bisschen schräg. Da ist dieses Wesen, dem wir in vielerlei Hinsicht überlegen sind, das uns niemals auf Augenhöhe begegnet, das von uns abhängig ist und das weniger lange lebt. Und wir behandeln es wie einen Gefährten oder auch zunehmend wie ein menschliches Kind. Es ist aber eine andere Spezies, deren ganz unterschiedliche Bedürfnisse wir zu erfüllen versuchen, oder auch nicht. Wir schneiden ihnen die Hoden ab und lassen sie ihren Geschlechtstrieb nicht ausleben, weil wir uns damit nicht auseinander setzen mögen. Wir zerren sie genervt weiter wenn sie mal eine Artgenossin treffen. Vielleicht sind andere Menschen die kompliziertere, aber auch billigere und artgerechtere Alternative gegen Einsamkeit?Die Verbindung von Mensch und Hund ist älter als Religionen…
Denke Religion ist eine einiges schrägere Tradition.
Kann man Religion als menschliches Konzept denn datieren, oder meinst du buchstäblich bestimmte Religionen?
Jup, spreche von den 5 grossen Manipulationsmachinen 😇
Ach dann bin ich halt schräg,
Man hat mich aus schlechteren Gründen schon schlimmeres genannt 😂
Ich wollte hier auch niemanden wirklich abgehen, tut was ihr wollt. Es war nur eine gute Gelegenheit um meine Meinung mal runterzutippen.
Wie schön mal sowas zu hören, was man nie sagen darf weil sehr unpopulär.
Habe das Konzept auch nie wirklich verstanden und ich liebe Tiere und jede Interaktion mit ihnen. Aber eben nur ohne Verstümmelung oder “Besitztum”.
Wie sagte ein sog. Veterinär mal zu 'ner Freundin? “Wir sollten ihrer Hündin die Gebärmutter präventiv entfernen. Statistisch senkt das die Wahrscheinlichkeit für uteralen Krebs”. Äh. Ja so wie die Teenagerschwangerschaften drastisch ab dem 25. Lebensjahr abnehmen?
Zwingt dich keiner dein Tier zu sterilisieren/kastrieren. Ich bin da auch gar kein Fan von ein Tier zu verstümmeln weil man (im Fall von Hündinnen) nicht alle paar Monate mal etwas unbequemlichkeit ertragen will.
Ich weiß auch nicht, ob ich meinen Hund als “Besitz” bezeichnen würde, es ist halt “mein” Hund, weil er bei mir wohnt und ich für ihn verantwortlich bin.
Klar zwänge mich niemand dazu, aber wenn es niemand täte würden wir überschwemmt mit Nachwuchs. Und wie man dieses “Problem” lösen würde, ist ja bekannt. Aber es ist ja auch nicht nur die Unbequemlichkeit einer Hündin die Hose anzuziehen. Sie leben halt mit dem unglaublich starken Trieb zur Fortpflanzung. Denen wir ihnen schlicht versagen, aus Gründen die nur existieren weil Haustiere existieren. Ein Dilemma dem ich mich nie aussetzen würde. Wenn du dich zur Keuschheit entscheidest, weißt du ja worum’s geht und wozu du’s tust und könntest jederzeit wieder aufhören. Der Hund darf einfach nicht, will aber, und muss damit leben. Für immer. Aber nunja, unpopuläre Meinung, ist mir schon klar.
Du magst deinen Vierbeiner nicht als Eigentum sehen (damit bist du dann sicher schonmal nicht in der Mehrheit), aber er ist es rechtlich trotzdem.
Du kannst dein Tier auch sterilisieren lassen, dann kann er so viel rumrennen un poppen wie er will. produziert aber keinen Nachkommen. Und “nglaublich starken Trieb zur Fortpflanzung”… Is jetzt nicht so als würde ein Hund die ganze Zeit wichsend am Fenster sitzen wenn mal ein anderer Hund vorbei läuft. Mein Rüde kann hervorragend mit anderen Hunden und Hündinnen spielen ohne aufdringlich zu werden oder sie bei jeder Gelegenheit zu besteigen. WEnn ne Hünding läufig ist macht man nen Bogen drum, dann kommt er auch nicht in Bredouille da was zu wollen
Naja, sterilisieren ist zwar nicht so verstümmelnd wie kastrieren, aber dennoch ein Eingriff (mit Risiko) der mir nicht zusteht. Ausser bei meinem Besitz 😉
Und wie stark oder nicht der Drang ist, dem der Grossteil des Tierreichs unterworfen ist, wäre eine sinnlose Diskussion. Es ist nunmal essentiell für uns alle. Andernfalls sprächen wir hier auch gar nicht. Ich hatte mal 2 Hunde (unfreiwillig) und es war wahrlich kein Spass denen regelm. zuzusehen beim Nicht-auslebendürfen ihrer Triebe.
Traurig und alles, sollte auch nicht so sein. Aaaber ist nunmal so. Die Wirklichkeit interessiert sich nicht für meine Bedürfnisse.
Wie auch mit Kindern sollte man sich vorher gut durchrechnen, ob man sich das überhaupt leisten kann. Und wenn nicht oder nur knapp, dann möglicherweise erwachsen genug sein um es nicht zu tun. Andernfalls ist es purer Egoismus und keine Kinder- oder Tierliebe.
Altersarmut ist ein Ding. Gerade mit der Inflation in den letzten Jahren. Man kann nicht Alles zu 1000% vorausplanen.
Habe nicht behaptet, Altersarmut gäbe es nicht. Und man kann vielleicht nicht hellsehen, aber sehr wohl vorausplanen. Wir wissen wie Kapitalismus und Inflation funktioniert :) Mein Einkommen ist jetzt geringer als ca 5x was ich bräuchte und ich habe keine Ersparnisse/Immobilien? Dann ist Altersarmut (in 20 Jahren) recht gut möglich. Mir dann ein Tier zu holen, daß pro Lebensjahr mehr Geld braucht als im vorigen und auch ca. diese 20 Jahre lebt? Nö. Das Tier bestrafen weil ich zu kurzsichtig bin? Für einen Hund ist das mehr als traumatisch plötzlich weg zu müssen.
Ich bin vor ca 25 Jahren in Rente gegangen mit dem Wunsch nicht weniger Spaß/Hobbies heute zu haben als damals. Die Inflation ist sogar geringer als ich es erwartet/berechnet hatte. Wurd aber wieder ausgegelichen mit den Hobbies die erheblich teurer wurden. Etc. etc.
Manchen ist es einfach nur egal und sie wollen halt unbedingt ein Tier/Kind/whatever. Jeder wie er mag. Es dann aber auf die Altersarmut zu schieben? Die ist mies , unfair und ungerecht und sollte nicht existieren, tut sie aber.